Stefanie Kühne

Interview

 

Wie bist du auf das Eishockey gestossen?

Durch meinen älteren Bruder, der Hockey gespielt hat.

Was hat dich bewegt, diese Sportart zu betreiben?

Ich fand es spannend etwas zu machen, dass nicht jeder macht. Als Mädchen in einer Jungenmannschaft war man früher etwas Einzigartiges.

Seit wann spielst du Eishockey?

Seit 14 Jahren (10 Jahre im Tor und seit 4 Jahren als Feldspielerin)

Ist es für dich ein Erfolgssport?

Natürlich kann man als Frau genau so viele Erfolge feiern wie als Mann, auch wenn es nicht so public wird. Ausserdem sind die Chancen an einer Olympiade teilzunehmen  beim Frauenhockey so hoch wie in keinem anderen Sport J Darum würde ich sagen, dass das Frauenhockey auf eine Art schon ein Erfolgssport ist.

Wo siehst du in dieser Sportart Fan und Aktion?

- Für mich heisst Sport machen Spass haben und für das braucht es ein Team mit netten Leuten. Ich könnte mir nie vorstellen ein Einzelsport zu betreiben.

- Erfolge zu feiern macht mir auch Spass und das Reisen J

Wie sehen deine Ziele für die nächsten 5 Jahre?

- Schweizermeister mit dem „Z“

- Sport und Beruf unter einen Hut zu bringen

Was war dein grösstes Erfolgserlebnis?

- U-15 Aufgebot der Schweizer Männerauswahl als Torhüterin

- Aufgebote der Frauennati A

Käme ein Auslandaufenthalt in Frage?

Nein

Wenn ja, warum, aus welchem Grund?

-

Wie steht’s mit deiner Freizeit?

Natürlich hat man, wenn man neben dem Sport noch eine Ausbildung macht, nicht so viel Freizeit, aber im Vergleich zu früher, als ich noch bei den Jungs spielte, habe ich eigentlich recht viel Freizeit. Mit dem Ausgang steht es nicht so gut, weil man ja meistens am Freitag Abend Training und Samstag Abend Match hat J

Wie bringst du Schule/Beruf mit dem Eishockey unter einen Hut?

So lange ich noch in der Ausbildung bin, ist dass kein Problem. Ich mache eine Ausbildung zur Pflegefachfrau und dass ist recht praktisch. Während der Hockeysaison, also im Winter, habe ich Schule und dass stellt für mich kein Problem dar. Im Sommer mache ich dagegen immer ein Praktikum im Spital und das heisst auch Spät- und Nachtschichten. Während dem Sommer kann man ja aber auch individuell trainieren und darum ist es nicht so schlimm, wenn man nicht jedes Training besucht. Nächstes Jahr, wenn meine Ausbildung zu Ende ist, wird das alles etwas problematischer.

Kommst du manchmal an Grenzen, dass dir alles zu viel wird?

Nein, seit den letzten paar Jahren nicht. Früher bin ich aber oft an meine Grenzen gestossen und habe ans aufhören gedacht.

Was würdest du im Eishockey verändern, damit es populärer würde?

- Körpereinsatz nicht mehr verbieten

- bessere Spielzeiten

- Mehr Werbung

Was gefährdet in deinen Augen das Fraueneishockey?

- Wenn man sagt, dass man so lange als möglich bei den Jungs spielen soll und damit verbunden, dass man die Altersgrenze für Mädchen bei den Jungs zu spielen auf 20 Jahre erhöht hat.

- Wenn man sagt, dass man ins Ausland gehen soll, weil bei uns das Niveau zu tief ist

Was sollte unternommen werden, damit die Sportart bei Frauen auch als Beruf zählen würde und man davon verdienen könnte?

Das ist in meinen Augen leider völlig unmöglich.

Bei welchen Vereinen hast du bereits gespielt?

EVDN, EHC Bülach, ZSC/GCK

Hast du eine eigene Homepage?

Nein

Kennst du noch weitere Homepages von Vereinen wo du gespielt hast oder Spielst?

Nein