Andrea Fischer

Interview

Wie bist du auf das Eishockey gestossen?

Mein Vater und mein älterer Bruder spielten bereits Eishockey. So war es schnell einmal geschehen, dass ich mich ebenfalls auf der Eisbahn befand und die Schlittschuhe anzog.

Was hat dich bewegt, diese Sportart zu betreiben?

Zu Beginn war ich meistens das einzige Mädchen, umgeben von Jungs, was mich reizte, um zu zeigen, dass Eishockey nicht nur eine Männersportart ist! Zudem ist Eishockey eine Sportart, die alles braucht: Kondition, Koordination und Kraft. Einer der Hauptgründe ist aber sicher, dass es sich um eine Teamsportart handelt!

Seit wann spielst du Eishockey?

Seit ich etwa 5 Jahre alt bin

Ist es für dich ein Erfolgssport?

Eishockey ist sicher ein Erfolgssport, aber dabei sollte immer das Team im Vordergrund stehen und nicht der Einzelspieler. Denn als Ganzes erreicht man am meisten!

Wo siehst du in dieser Sportart Fun und Aktion?

Die Aktion sehe ich darin, dass Eishockey eine der schnellsten Sportarten ist, die es gibt. Es macht Spass mit den Teamkollegen einen Match zu bestreiten, Emotionen zu erleben.

Wie sehen deine Ziele für die nächsten 5 Jahre?

Ich möchte in der A-Nationalmannschaft spielen und an grossen Wettkämpfen (WM, Olympische Winterspiele) teilnehmen. Zudem würde ich gerne ins Ausland, am liebsten nach Amerika, gehen.

Was war dein grösstes Erfolgserlebnis?

Die 1.U18 WM in Calgary und Spiele mit der A-Nationalmannschaft und der Europacup in Schweden

Käme ein Auslandaufenthalt in Frage?

Ja, auf jeden Fall!

Wenn ja, warum, aus welchem Grund?

Weil in anderen Ländern das Eishockey einen grösseren Stellenwert hat und professioneller ausgeübt wird. Man kann viel lernen.

 

Wie steht’s mit deiner Freizeit?

Eishockey nimmt den grössten Teil meiner Freizeit in Anspruch. In der Sommerpause habe ich dann jeweils wieder mehr Zeit auch für andere Hobbys.

Wie bringst du Schule/Beruf mit dem Eishockey unter einen Hut?

Manchmal ist es schwierig. Obwohl ich mich am liebsten nur auf das Eishockey konzentrieren würde, Schule ist mir die Ausbildung trotzdem sehr wichtig, weil man mit dem Eishockey (noch) nicht Geld verdienen kann. Da ich in ein normales Gymnasium gehe, gibt es Zeiten, wo alles ein bisschen stressig ist, dann ist jeweils einfach ein gutes Einteilen gefragt.

Kommst du manchmal an Grenzen, dass dir alles zu viel wird?

Es kommt selten vor, aber auch diese Tage gibt es.

Was würdest du im Eishockey verändern, damit es populärer würde?

Ich würde mehr Werbung machen.  Im TV sollte zudem nicht nur über Männerspiele berichtet werden, sondern auch das Fraueneishockey sollte gefördert werden. Ein weiteres Hindernis ist, dass es viele (Knaben-) Clubs gibt, die kein Interesse an der Ausbildung der Mädchen haben und sie deshalb nicht genug fördern.

Was gefährdet in deinen Augen das Fraueneishockey?

Der Geldmangel und die fehlende Unterstützung sind sicher die Hauptprobleme. Vielen Vereinen fehlt es an Geld und Sponsoren. Zudem wird Fraueneishockey in der Öffentlichkeit oft noch belächelt: „Was, ihr spielt Fraueneishockey…? Gibt es das überhaupt…?“

Was sollte unternommen werden, damit die Sportart bei Frauen auch als Beruf zählen würde und man davon verdienen könnte?

Es müssten sich sicher (grosse) Sponsoren finden lassen, die bereit wären, in das Fraueneishockey zu investieren.

Bei welchen Vereinen hast du bereits gespielt?

Jungs: SCB, EHC Bern 96

Damen: DHC Lyss, Fribourg, DEHC Biel, zurzeit DHC Langenthal  www.dhclangenthal.ch